Seit über einem Jahrhundert kämpfen politische Bewegungen im Iran um nationale Souveränität, Rechtsstaatlichkeit und politische Mitbestimmung. Externe Großmächte haben diesen Prozess wiederholt unterbrochen oder umgelenkt. Die Islamische Republik ist das bislang letzte Ergebnis, aber wahrscheinlich nicht das endgültige.
Die Konstitutionelle Revolution: 1905–1911
Persien war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine absolut regierte Monarchie unter der Qajar-Dynastie, die seit dem späten 18. Jahrhundert herrschte. Der Staat war politisch schwach, finanziell abhängig und stand stark unter dem Einfluss des Russischen Kaiserreichs und Großbritanniens.
Das Land finanzierte sich hauptsächlich durch Auslandskredite, vor allem aus dem Russischen Kaiserreich und dem Vereinigten Königreich, und vergab dafür wirtschaftliche Konzessionen, darunter die Tabakkonzession von 1890. Diese Abhängigkeit verschärfte sich weiter durch die Anglo-Russian Convention, die Persien faktisch in zwei Einflusszonen teilte: den russisch kontrollierten Norden und den britisch dominierten Süden.

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Der Tabakprotest von 1891–1892 richtete sich gegen die Qajar-Herrschaft und gegen die Kontrolle der heimischen Tabakindustrie durch ausländische Unternehmen. Händler, Intellektuelle und der Klerus organisierten einen landesweiten Boykott. Frauen beteiligten sich daran. Diese Bewegung mündete in die Konstitutionelle Revolution von 1905–1911, die die absolutistische Monarchie abschaffte und eine Verfassung sowie ein Parlament einführte.
Bereits damals traten zwei politische Strömungen gegeneinander an: ein säkular-bürgerlicher Flügel, der staatliche Macht durch Gesetze begrenzen wollte, orientiert an westlichen Vorbildern, und ein klerikaler Flügel, der einen auf islamischen Rechtsgrundsätzen basierenden Staat anstrebte. Dieser Grundkonflikt blieb ungelöst.
Die neue Verfassung galt nicht für Frauen
Frauen hatten maßgeblich zur konstitutionellen Bewegung beigetragen, wurden aber in der neuen Verfassung nicht berücksichtigt. Das Dokument verlangte die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, schloss Frauen aus der Definition von „Bürger“ jedoch ausdrücklich aus. Auch umfassende bürgerliche Freiheitsrechte, einschließlich Religionsfreiheit und Trennung von Staat und Religion, blieben unerreicht.
Ein Staat ohne stabile Grundlage
Nach der Revolution existierte formal eine Verfassung, der Staat blieb aber dauerhaft instabil. Mehrere Putschversuche und Parlamentsauflösungen folgten. Die Wirtschaft war weiterhin von ausländischen Krediten abhängig. Nach der Entdeckung bedeutender Ölvorkommen wurde 1909 die Anglo-Persian Oil Company gegründet. Mit der späteren Umbenennung des Landes in Iran änderte auch das Unternehmen seinen Namen in Anglo-Iranian Oil Company, den direkten Vorläufer des heutigen Energiekonzerns BP.
1911 holte das Parlament den US-amerikanischen Finanzberater Morgan Schuster, um die Staatsfinanzen zu reformieren. Russland und Großbritannien missbilligten das, marschierten in das Land ein und verlangten seine Ausweisung. Schuster trat zurück. Das Parlament wurde aufgelöst, für die folgenden Jahre wurde kein Budget verabschiedet. Lokale Gouverneure, Stammesführer und Milizen gewannen zunehmend Kontrolle, während staatliche Institutionen an Einfluss verloren.
Zwischen den Fronten: Iran im Ersten Weltkrieg
Persien erklärte sich im Ersten Weltkrieg offiziell für neutral. Großbritannien und Russland nutzten die Schwäche des Landes dennoch, um einzumarschieren und von dort Krieg gegen das Osmanische Reich zu führen. Die Folgen waren gravierend: Zwischen 1917 und 1919 verhungerten etwa zwei Millionen Menschen, weitere Millionen starben an Krankheiten.
Nach der Russischen Revolution von 1917 zogen russische Truppen ab. Großbritannien drängte die iranische Regierung mit Bestechungsgeldern zur Unterzeichnung des Anglo-Iranischen Vertrags von 1919. Das Parlament lehnte ab. Gleichzeitig unterstützte die neu entstandene Sowjetunion separatistische Bewegungen in mehreren Provinzen.

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In diesem Kontext profilierte sich Reza Khan Savadkuhi, Oberkommandant der Kosakenbrigade. Nach seinem Putsch von 1921 schlug er separatistische Bewegungen nieder, baute eine zentrale Armee auf und ließ 1925 die Qajar-Dynastie absetzen. Er bestieg selbst den Thron, nannte sich Reza Shah Pahlavi und begründete die Pahlavi-Dynastie. Großbritannien tolerierte das und sah in ihm einen Stabilisator für die Region.
Modernisierung durch Zentralisierung
Reza Shah setzte auf Zentralisierung und Modernisierung von oben. Er baute den Staatsapparat militärisch und administrativ aus, unterdrückte Stammesstrukturen und beseitigte regionale Autonomien. Das Straf- und Zivilrecht wurde nach französischem Vorbild reformiert, ein nationales Bildungssystem ausgebaut, Schulpflicht eingeführt und eine Zentralbank gegründet. Diese entzog der britischen Imperial Bank of Persia das Recht zur Notenausgabe. Zwischen 1928 und 1938 wurden bedeutende Ölvorkommen erschlossen und neue Handels- und Zollabkommen geschlossen.
Ein Teil dieses Zentralismus war die Forcierung einer einheitlichen nationalen Identität in dem Vielvölkerstaat. Ab 1935 sollte die Bezeichnung „Persien“ international durch „Iran“ ersetzt werden. Die persische Sprache und Kultur wurde zur dominanten Kraft des Staates, auch gegenüber ethnischen Minderheiten, zwangsweise durchgesetzt. Den arabischen Mondkalender ersetzte der iranische Sonnenkalender.
Frauenpolitik zwischen Reform und Kontrolle
Die Modernisierungspolitik beeinflusste auch die Frauenbewegung. Unabhängige Frauenorganisationen, die sich im Zuge der Konstitutionellen Revolution gebildet hatten, wurden eingeschränkt oder in den Staatsapparat integriert. 1934 gründete Reza Shah unter dem Namen Kaanoon-e Baanovaan eine staatlich kontrollierte Frauenorganisation, geleitet von seiner Tochter Ashraf Pahlavi. Das Parlament führte fortschrittlichere Ehe- und Scheidungsgesetze ein und investierte in Mädchenbildung.
Gleichzeitig verbot ein staatlicher Erlass, das Kafsh-e Hejab, alle islamischen Schleier zwangsweise bis zu Reza Shahs Abdankung. Die Geistlichkeit nutzte dieses Gesetz, um ihre Ablehnung der Frauenbewegung zu legitimieren.
Die Regierung ging zunehmend repressiv gegen die politische Opposition vor. Kritische Stimmen, Intellektuelle, linke und kommunistische Gruppen wurden überwacht, eingeschüchtert und verhaftet. Unabhängige Parteien hatten kaum Handlungsspielraum. Presse und öffentliche Meinungsäußerung unterlagen der Zensur.
Iran im Zweiten Weltkrieg
In den 1930er Jahren hatte der Iran unter Reza Shah wirtschaftliche und technologische Beziehungen zu Deutschland ausgebaut. 1940 gingen 47 Prozent der iranischen Exporte nach Deutschland, 43 Prozent der Importe stammten von dort. Als die Alliierten befürchteten, Deutschland könnte strategisch relevante Infrastruktur im Iran nutzen, rückten britische und sowjetische Truppen 1941 ein und zwangen Reza Shah zur Abdankung. Er starb 1944 im südafrikanischen Exil.
Mohammad Reza Pahlavi
Sein Sohn Mohammad Reza Pahlavi wurde zum neuen Shah eingesetzt. Während britische Truppen nach Kriegsende abzogen, blieben sowjetische Truppen im Land und unterstützten erneut Autonomiebewegungen, darunter die ausgerufene Republik Kurdistan in Mahabad. Der junge Shah suchte Hilfe bei den USA, die unter Präsident Truman Druck auf die Sowjetunion ausübten. Diese zogen schließlich ab.

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Parlamentarismus und Verstaatlichung des Öls
In den 1940er Jahren gewann der Parlamentarismus an Bedeutung. Verschiedene politische Parteien, Studierenden- und Frauenorganisationen formierten sich. Unterschiedliche ideologische Strömungen, von Nationalismus über Liberalismus bis zu sozialistischen und kommunistischen Ansätzen, konkurrierten offen im Parlament. Die marxistisch-leninistische Tudeh-Partei mobilisierte Arbeiter und Intellektuelle. Ein Attentatsversuch auf den Shah 1949 wurde Mitgliedern der Partei angelastet, sie wurde zeitweise verboten, viele Mitglieder flohen in die Sowjetunion. Gleichzeitig formierte sich mit der Nationalen Front Iran ein breites Bündnis nationalistischer und demokratischer Kräfte.

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Mohammad Mossadegh wurde 1951 auf Basis einer parlamentarischen Mehrheit vom Shah zum Premierminister ernannt. Er setzte die Verstaatlichung der Ölindustrie durch: Die National Iranian Oil Company wurde gegründet und übernahm die Anlagen der bisherigen Anglo-Iranian Oil Company. Die iranische Gewinnbeteiligung an der Ölförderung hatte zuvor bei rund 20 Prozent gelegen.
Die Abadan-Krise und der Sturz Mossadeghs
Großbritannien versuchte in den folgenden Jahren, die Verstaatlichung rückgängig zu machen. Der Konflikt weitete sich zur Abadan-Krise aus. Innenpolitisch stützte Mossadegh seine Regierung zunehmend auf Notstandsvollmachten. Im Kalten-Kriegs-Kontext schwenkten die USA unter Präsident Eisenhower 1953 auf die britische Position ein, nachdem die Churchill-Regierung argumentiert hatte, Mossadegh könne kommunistische Kräfte im Iran begünstigen. Mossadegh ließ im August 1953 das Parlament durch ein Referendum auflösen.
Operation Ajax
Der britische Geheimdienst MI6 und die CIA organisierten 1953 die verdeckte Operation Ajax mit dem Ziel, Mossadegh zu stürzen. Die Operation umfasste politische Einflussnahme, Propaganda, die Mobilisierung von Demonstrationen und die Unterstützung loyaler Militär- und Sicherheitskräfte.
Mohammad Reza Pahlavi unterzeichnete schließlich ein Dekret zur Absetzung Mossadeghs, verließ vorübergehend das Land und kehrte zurück, nachdem die von den USA unterstützten Kräfte die Kontrolle über Teheran gewonnen hatten. Mossadegh wurde verhaftet und vor Gericht gestellt. Die Macht des Shahs wurde erheblich ausgebaut, die Rolle des Parlaments und der demokratischer Kräfte deutlich eingeschränkt.
SAVAK und politische Repression
Ein zentrales Instrument dieser Konsolidierung war der 1957 mit Unterstützung westlicher Geheimdienste gegründete Inlandsgeheimdienst SAVAK. Er überwachte politische Gegner, verfolgte marxistische und islamistische Oppositionsgruppen und ging gegen Mitglieder verbotener Parteien wie der Tudeh-Partei vor. Da viele Frauenorganisationen in dieser Periode eng mit politischen Parteien verknüpft waren, löste das Regime auch sie auf. 1959 wurden 14 Organisationen im Dachverband der Föderation der Frauenorganisationen zentralisiert.
Nach 1954 übernahm ein internationales Ölkonsortium die Förderung und Vermarktung des iranischen Erdöls. Mehrere amerikanische Unternehmen sowie Royal Dutch Shell und ein französisches Unternehmen beteiligten sich an dem Geschäft und reduzierten so den britischen Einfluss. Zunächst erhielt der Iran rund die Hälfte der Gewinne. Die direkte Kontrolle über Produktion und Vertrieb behielt das Land jedoch nicht. Im Verlauf der 1960er und 1970er Jahre stiegen die staatlichen Einnahmen weiter, auch im Kontext der OPEC. Der Konsortialvertrag blieb formal bis 1979 in Kraft.
Reformen von oben: die Weiße Revolution
1963 kündigte der Shah die „Weiße Revolution” an: ein Reformprogramm mit Landreformen, Verstaatlichung von Wäldern, Privatisierung staatlicher Unternehmen, einem Gewinnbeteiligungsmodell für Industriearbeiter und der Einrichtung eines Alphabetisierungskorps für ländliche Regionen. Im Rahmen des Family Protection Act erhielten Frauen das Wahlrecht, das Mindestalter für Eheschließungen wurde zunächst auf 15, später auf 18 Jahre angehoben, ihre Rechte in Scheidungs- und Sorgerechts-Fragen verbessert.
Teile der schiitischen Geistlichkeit leisteten Widerstand. Religiöse Führer kritisierten die Landreformen, die ihre ökonomische Basis schwächten, sowie die Änderungen im Familienrecht. Der Geistliche Ruhollah Khomeini führte die Proteste vom 5. Juni 1963. Die Behörden gingen gewaltsam gegen Studierende in einer religiösen Schule in Qom vor, mehrere Menschen kamen ums Leben. Khomeini wurde 1964 ins Exil verbannt. Zunächst in den Irak, später dann nach Frankreich. Er entwickelte dort das Staatsprinzip der Welayat-e-faghih, die Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten, nahm Reden und Interviews auf Tonband auf und ließ sie im Iran heimlich verbreiten.
Soziale Ungleichheit trotz Wachstum
Zwischen 1963 und 1979 wuchs die soziale Ungleichheit, obwohl die Wirtschaft expandierte. Steigende Öleinnahmen förderten den Ausbau von Infrastruktur und Städten. Die Gewinne verteilten sich aber ungleich. In den Großstädten entstand eine wohlhabende, oft westlich orientierte Mittelschicht sowie eine kleine Elite, die stark vom Staat und dem Ölsektor profitierte. Gleichzeitig lebte ein großer Teil der Bevölkerung, insbesondere in ländlichen Regionen und wachsenden städtischen Randgebieten, in prekären Verhältnissen mit unzureichendem Zugang zu Bildung, Wohnraum und sozialer Absicherung.
Der Staat förderte gleichzeitig die Ausbildung im In- und Ausland. Viele Studierende kehrten mit kritischer Haltung gegenüber dem autoritären System zurück. In städtischen akademischen Milieus entwickelten sich oppositionelle Netzwerke, die säkulare, religiöse, sozialistische und nationalistische Strömungen umfassten.
Die Revolution von 1979
Die Islamische Revolution von 1979 entstand aus einer gesellschaftlich heterogenen Oppositionsbewegung. Sie vereinte religiöse Kreise und Teile der schiitischen Geistlichkeit um Khomeini, städtische Arbeiter aus dem Ölsektor, Studierende und Intellektuelle mit demokratischen und sozialkritischen Forderungen sowie Teile der städtischen Mittelschicht und der Händlerschaft (Bazaris). Was diese Gruppen verband, war die Ablehnung des autoritären Systems, die Kritik an sozialer Ungleichheit und die Unzufriedenheit mit politischer Repression.

Quelle: Tran_Quoc123, GFDL, Wikimedia Commons
Ab 1978 weiteten sich Streiks, Demonstrationen und landesweite Mobilisierung aus. Im Februar 1979 erklärte die Armee in Teilen ihre Neutralität. Der Shah wurde von seinen bisherigen Verbündeten USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland nicht mehr gestützt und flüchtete ins Exil nach Ägypten.
Die Islamische Republik
Seit fast 50 Jahren besteht die Islamische Republik Iran als politisches System, in dem sich jene Kräfte durchgesetzt haben, die die Herrschaft des Rechtsgelehrten errichteten. In ihrer frühen Phase ging sie massiv gegen politische Gegner vor und ließ linke und kommunistische Gruppen inhaftieren und hinrichten. Das System ermöglichte Teilen der zuvor wirtschaftlich benachteiligten Landbevölkerung, die in informelle Siedlungen der Großstädte migriert war, neue Aufstiegsmöglichkeiten. Aus diesen Gruppen hat sich im Laufe der Zeit eine wirtschaftlich privilegierte Elite herausgebildet, die heute vom System profitiert.
Gleichzeitig sieht sich eine breite, junge Mittelschicht mit anhaltender Arbeitslosigkeit, steigender Inflation und begrenzten Perspektiven konfrontiert. Die Zahl politischer Gefangener ist gegenüber der Shah-Ära deutlich gestiegen. Politische Freiheiten wie Meinungs- und Pressefreiheit sind stark eingeschränkt, ebenso die Rechte von Frauen sowie sexueller, religiöser und ethnischer Minderheiten.
Ideologie und Praxis klaffen auseinander
Die Islamische Republik versteht sich als Achse des Widerstands gegen den Westen. Wie flexibel diese Positionierung in der Praxis gehandhabt wird, zeigte sich im Iran-Irak-Krieg von 1980–1988: Trotz antiwestlicher Rhetorik nahm der Iran Waffen aus unterschiedlichen Quellen an, darunter Israel sowie europäische Unternehmen, auch aus Österreich (Noricum-Affäre).
Teile der Eliten sind gleichzeitig eng mit dem Westen vernetzt: Kinder von Funktionären studieren an europäischen und amerikanischen Universitäten, Vermögen zirkulieren über internationale Finanzstrukturen.
Widerstand als Konstante
Die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass sich der Widerstand in der iranischen Gesellschaft immer wieder neu formiert. Von den Studierendenprotesten 1999 über die Grüne Bewegung 2009 bis zu den landesweiten Protesten seit 2017 und der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ nach dem Tod von Jina Mahsa Amini 2022 leisten große Teile der Bevölkerung immer wieder Widerstand gegen die theokratische Herrschaft. Laut der Menschenrechtsorganisation HRANA kamen bei den Protesten im Januar 2026 mehr als 6.000 Menschen ums Leben, rund 50.000 weitere wurden inhaftiert.

Quelle: Mashin Baz, CC0, Wikimedia Commons
Ob ein externer militärischer Eingriff eine Revolution herbeiführen könnte, wie es von den USA und Israel behauptet wird, ist fraglich. Eine solche Intervention würde in einen Prozess eingreifen, an dem große Teile der iranischen Bevölkerung seit der Konstitutionellen Revolution von 1905–1911 arbeiten und für den sie über Generationen einen hohen Preis gezahlt haben.
Die Kernforderungen sind dieselben geblieben: nationale Souveränität, politische Mitbestimmung, Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit vor dem Gesetz, individuelle Freiheiten und eine begrenzte, gegenüber der Bevölkerung rechenschaftspflichtige Staatsgewalt.









